Regen retten an der Schule: bunte Regentonne für den Schulgarten

Pressemitteilung vom 24. September 2026

Auf dem Schulgelände der Schwanenschule steht nun eine bunte Regentonne, die vermittelt, wie das kostbare Nass vom Himmel gerettet werden kann.

Auf dem Schulgelände der Schwanenschule steht nun eine bunte Regentonne, die vermittelt, wie das kostbare Nass vom Himmel gerettet werden kann. Drei Superhelden sind darauf zu sehen und erklären, warum Regenwassernutzung eine sinnvolle Sache ist. Das lernten die Schüler:innen der 4. Klasse auch in einem Mitmach-Workshop mit der Expertin Anna Stieber von der Verbraucherzentrale NRW.

Die Regentonne, deren gesammeltes Wasser künftig zur Bewässerung des Schulgartens genutzt wird, wurde von der Verbraucherzentrale NRW gestaltet und aufgestellt. „Regenwasser ist kein Abwasser, welches man möglichst schnell über einen Kanal ableiten muss – es ist eine Ressource“, erklärt Anna Stieber, Bildungsreferentin bei der Verbraucherzentrale NRW. Genau hier setzt der „Regenretter“ an: Er macht Wasser sichtbar, zeigt den Weg „vom Regen zur Nutzung“ und unterstützt zugleich die Schulgartenarbeit. Gerade in trockenen Phasen kann gesammeltes Regenwasser helfen Pflanzen zu versorgen, ohne Trinkwasser aus dem Hahn einzusetzen.

Das Vorhaben steht außerdem für eine wasserbewusste Stadtentwicklung nach dem Prinzip der Schwammstadt. Laura Pechtel, Klimaanpassungsmanagerin in Wermelskirchen, erklärt dieses Prinzip: „Regenwasser sollte möglichst vor Ort aufgefangen, versickert, verdunstet und genutzt werden, statt es in die Kanalisation abzuleiten. So werden Kanalnetze bei Starkregen entlastet, Überflutungsrisiken reduziert und Grünflächen besser versorgt.“ Das ist nicht nur ein Gewinn für Mikroklima und Pflanzen, sondern auch für die Aufenthaltsqualität.

In einem kurzen Workshop zum Thema lernten die Schüler:innen, warum Wasser zwar überall nötig, aber als sauberes, nutzbares Wasser nicht selbstverständlich ist. Anhand einfacher Experimente sahen sie schließlich, wofür Regenwasser sinnvoll eingesetzt werden kann – zum Beispiel im eigenen Schulgarten. Gleichzeitig erfuhren die Kinder, wie jede:r mit kleinen Maßnahmen zu einer „Schwammstadt im Kleinen“ beitragen kann: Regen auffangen, Flächen entsiegeln, Versickerung ermöglichen, Pflanzen als natürliche „Klimaanlage“ stärken. Das geht häufig auch zu Hause.

„Beim Verbrauch von Wasser, speziell dem Trinkwasser aus der Leitung, ist noch großes Einsparpotential vorhanden“, sagt Katrin Wagner, Schulleiterin der Schwanenschule. „Von den 120 Litern, die jede:r Deutsche im Schnitt pro Tag verbraucht, können rund 40 Prozent durch Regenwasser ersetzt werden.“ Regentonnen sind ein erster Schritt dorthin – gut einsetzbar in der Schule als auch im eigenen Garten.

Ausführliche Informationen zur Nutzung von Regenwasser bietet der Klimakoffer NRW auf seiner Website, aber auch in Online-Seminaren zum Thema. (www.klimakoffer.nrw)

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