Regen retten – Stadt begrünen: Lern- und Mitmachausstellung für Kommunen
Mit der Wanderausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“ können Kommunen Regenwassernutzung, Begrünung und Klimaanpassung im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar machen. Anschauliche Beispiele und niedrigschwellige Mitmachangebote zeigen, wie sich Regenwasser sinnvoll nutzen und Stadtgrün stärken lässt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Wanderausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“ zeigt anschaulich Möglichkeiten zur Regenwassernutzung, Dach- und Vertikalbegrünung sowie zur klimaangepassten Gestaltung von Grünflächen.
- Ein öffentlich zugänglicher Standort macht Klimaanpassung erlebbar und bietet Raum für lokale Informations-, Beratungs- und Mitmachangebote.
- Für die Aufstellung wird eine gut erreichbare, möglichst ebene und befestigte Fläche benötigt, die ausreichend Platz bietet und für den Auf- und Abbau mit einem Lkw zugänglich ist.
- Die Ausstellung ist insbesondere für einen mehrmonatigen Einsatz vorgesehen.
Was ist die Ausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“?
Die Wanderausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“ zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Regenwasser aufgefangen und genutzt sowie Gebäude und Freiflächen begrünt werden können. Die Ausstellung verbindet anschauliche Gestaltungselemente mit Informationen rund um Klimaanpassung und lädt dazu ein, eigene Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Die Ausstellung besteht aus mehreren Elementen:
- einem Regenfang mit einer Regenbank, der Möglichkeiten zur Regenwassernutzung veranschaulicht,
- einem Pflanzkasten zum Thema intensives Gründach,
- einem Pflanzkasten mit bepflanzter Vertikalbegrünung,
- sowie einem vom NABU NRW begrünten Pflanzkasten mit einer artenreichen, trockenheitsverträglichen Bepflanzung.
Geeignete Standorte sind gut erreichbare, öffentlich zugängliche Orte wie zentrale Plätze oder Begegnungsorte. Die Ausstellung lässt sich außerdem mit bestehenden Bildungs-, Umwelt- und Beteiligungsangeboten verbinden.
Wie kann die Ausstellung vor Ort genutzt werden?
Die Ausstellung bietet Kommunen die Möglichkeit, Klimaanpassung mit lokalen Themen und Angeboten zu verknüpfen. Sie kann als öffentlich zugänglicher Informationsort dienen und zugleich den Ausgangspunkt für Austausch, Beratung und gemeinschaftliche Aktivitäten bilden.
Mögliche Begleitangebote sind:
- Informations- und Beratungsangebote zu Regenwassernutzung, Begrünung und Klimaanpassung
- Mitmach- und Pflanzaktionen für Familien, Kinder und Jugendliche
- Bildungsangebote für Schulen und andere Einrichtungen
- Workshops und Austauschformate mit lokalen Initiativen, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten
Die Ausstellung lässt sich besonders gut mit bestehenden Angeboten vor Ort verbinden, etwa mit Nachbarschaftsgärten oder Umweltbildungsprojekten.
Was braucht es für einen geeigneten Standort?
Damit die Ausstellung sicher aufgestellt und für die Öffentlichkeit gut genutzt werden kann, sind einige Voraussetzungen zu beachten.
Der Standort sollte folgende Anforderungen erfüllen:
- Gut erreichbar und öffentlich zugänglich: Die Fläche sollte attraktiv, sicher und gut auffindbar sein und von der Stadtbevölkerung, Familien und Schulklassen gerne besucht werden.
- Ausreichend Platz: Die benötigte Fläche muss genügend Raum für alle Ausstellungselemente sowie deren sichere Aufstellung bieten. Die konkreten Maße sind bei der Standortplanung zu berücksichtigen.
- Befestigter und möglichst ebener Untergrund: Die Ausstellung ist grundsätzlich für befestigte Flächen konzipiert. Der Höhenunterschied zwischen dem höchsten und niedrigsten Punkt sollte maximal sechs Zentimeter betragen.
- Zufahrt für den Auf- und Abbau: Die Fläche muss mit einem Lkw ab 3,5 Tonnen und einem Hubwagen erreichbar sein.
- Geeignete Lichtverhältnisse: Da die Bepflanzung auf sonnige Standorte ausgelegt ist, sollte die Fläche möglichst wenig verschattet sein.
- Sicherer Betrieb und Pflege: Die Zuständigkeiten für die Betreuung des Standorts, die Bewässerung während Trockenperioden und die Abstimmung vor Ort müssen geklärt sein.
Unbefestigte Flächen, beispielsweise Wiesen, sind aufgrund der Anforderungen an den Auf- und Abbau sowie an die Standsicherheit grundsätzlich nicht für die Planung vorgesehen.
Wie kann ein Ausstellungsprojekt vor Ort umgesetzt werden?
1. Interesse bekunden: Kommunen und lokale Kooperationspartner:innen können ihr Interesse per E-Mail an klimakoffer@verbraucherzentrale.nrw bekunden. (Weitere Informationen siehe unten)
2. Standort prüfen: Gemeinsam werden Platzverhältnisse, Untergrund, Zufahrt, Lichtverhältnisse und öffentliche Zugänglichkeit geprüft.
3. Zeitraum abstimmen: Mögliche Ausstellungszeiträume werden abhängig von der aktuellen Belegung und den Planungen abgestimmt. Eine frühzeitige Interessenbekundung erleichtert die weiteren Schritte.
4. Lokale Zusammenarbeit organisieren: Die zuständigen Verwaltungsstellen und lokale Kooperationspartner:innen werden frühzeitig eingebunden. Zuständigkeiten für Genehmigungen, Pflege und Öffentlichkeitsarbeit werden geklärt.
5. Begleitprogramm planen: Informations- und Beratungsangebote, Mitmachaktionen oder Bildungsangebote ergänzen die Ausstellung und stärken ihre Wirkung vor Ort.
6. Ausstellung öffentlich bekannt machen und betreuen: Die Kommune bewirbt die Ausstellung über lokale Kanäle und stellt die Betreuung sowie die Bewässerung der Pflanzen während Trockenperioden sicher.
Welche Aufgaben übernimmt die gastgebende Kommune?
Die gastgebende Kommune übernimmt wichtige organisatorische Aufgaben und stellt sicher, dass die Ausstellung vor Ort gut eingebunden und betreut wird. Dazu gehören insbesondere:
- Bereitstellung einer geeigneten Fläche und Klärung erforderlicher Genehmigungen
- Abstimmung zwischen den zuständigen Verwaltungsstellen
- Pflanzenpflege und Bewässerung während Trockenperioden
- Bewerbung der Ausstellung über kommunale Kanäle
- Organisation eines lokalen Begleitprogramms und Einbindung weiterer Akteur:innen
Ausreichende personelle und kommunikative Kapazitäten sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung.
Welche Rolle übernimmt die Verbraucherzentrale NRW?
Die Verbraucherzentrale NRW begleitet die Ausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“ mit Informationen und Beratungsangeboten am Standort.
Die Zusammenarbeit umfasst die Abstimmung mit interessierten Kommunen, die Prüfung der Rahmenbedingungen und die gemeinsame Vorbereitung des Ausstellungsprojekts.
Interesse an der Wanderausstellung?
Sie möchten die Ausstellung „Regen retten – Stadt begrünen“ in Ihrer Kommune zeigen? Melden Sie sich gerne per E-Mail unter klimakoffer@verbraucherzentrale.nrw.
Für eine erste Einschätzung helfen Angaben zum geplanten Standort, zum gewünschten Zeitraum und zu möglichen lokalen Kooperationspartner:innen und Begleitangeboten.
Die Ausstellung ist bis Mitte April 2027 bereits verplant. Gespräche zu weiteren Standorten für den Sommer 2027 laufen. Interessierte Kommunen können ihr Interesse frühzeitig mitteilen und für zukünftige Einsatzmöglichkeiten vorgemerkt werden. Eine feste Zusage für einen bestimmten Zeitraum ist damit nicht verbunden.
