Wussten Sie schon, dass eine leere Regentonne im Herbst mehr bringt als eine volle?

Pressemitteilung vom 09. Oktober 2026

Im Herbst und Winter bleibt die Regentonne oft voll, dabei schafft regelmäßiges Entleeren Platz für den nächsten Regen. Wer das gesammelte Wasser bei trockenem Wetter gezielt im Garten versickern lässt, entlastet die Kanalisation und unterstützt die Grundwasserneubildung.

Im Sommer leert sich die Regentonne meist ganz von selbst: Das gesammelte Regenwasser wird zum Gießen im Garten genutzt. Im Herbst und Winter fällt dieser Verbrauch weg, und die Tonne bleibt oft über Wochen gefüllt. Kommt dann der nächste kräftige Regen, kann sie kein weiteres Wasser mehr aufnehmen. Das überschüssige Regenwasser läuft in die Kanalisation. 

„Eine leere Regentonne schafft Platz für den nächsten Regen,“ erklärt Christian Ninotta, Referent für Regenwasserbewirtschaftung bei der Verbraucherzentrale NRW. „Wer das gesammelte Wasser bei trockenem Wetter regelmäßig ablässt und möglichst im eigenen Garten versickern lässt, kann damit die Kanalisation entlasten und gleichzeitig etwas für die Grundwasserneubildung tun. Geeignet sind dafür zum Beispiel Beete, Flächen unter Gehölzen und Hecken oder Rasen.“ 

Beim Entleeren mit einem Schlauch sollte das Wasser mit Gefälle vom Haus wegfließen und nicht dauerhaft an derselben Stelle versickern. Keller, Lichtschächte und Nachbargrundstücke am besten aussparen. So wird der Boden nicht unnötig aufgeweicht und kann das Wasser gut aufnehmen. Ist gar keine geeignete Versickerungsfläche vorhanden, kann das Wasser auch als letzte Option in den Kanal abgeleitet werden. Das sollte möglichst langsam und bevorzugt bei trockenem Wetter geschehen, wenn das Kanalnetz nicht bereits durch Niederschläge belastet ist.

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